SpotSpraying & PatchSpraying einfach umsetzen – mit bestehender Technik

Der Einstieg in den teilflächenspezifischen Pflanzenschutz

SpotSpraying & PatchSpraying bringt Pflanzen­schutz­mittel gezielt dorthin, wo sie tatsächlich benötigt werden – auf definierte Teil­flächen statt auf den gesamten Schlag. Grundlage sind Applikations­karten, die auf Basis von Kartierungs­daten - etwa aus Drohnen­aufnahmen - erstellt und anschließend auf das Terminal geladen werden. Dieses übermittelt die Signale an die Pflanzen­schutz­spritze.

Für Landwirte und Lohn­unternehmer ist Offline PatchSraying ein praxis­naher Einstieg - besonders dann, wenn bereits eine ISOBUS-fähige Spritze mit SectionControl vorhanden ist. Entscheidend ist, dass Spritze, Terminal, Karten­format und GPS sauber zusammen­spielen.

Ist PatchSpraying eine praktische Maßnahme für präzise Nesterbehandlung?

Wer sich erstmals mit PatchSpraying beschäftigt, steht häufig vor denselben Fragen: Lohnt sich der Einstieg? Welche Technik wird benötigt? Und wie aufwendig ist die Umsetzung im eigenen Betrieb?

In der HORSCH Live Diskussions­runde ordnen Experten aus Praxis und Industrie das Thema ein und diskutieren Chancen, Heraus­forderungen und konkrete Erfahrungen aus dem Alltag. Dabei wird deutlich, dass PatchSpraying nicht nur ein Zukunfts­thema ist, sondern bereits heute praxis­taugliche Möglich­keiten für den gezielten Pflanzen­schutz­einsatz bietet.

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Vergleich: Klassische Anwendung vs. PatchSpraying vs. SpotSpraying

  Klassische Anwendung PatchSpraying SpotSpraying
Behandelte Fläche Gesamter Schlag Teilflächen/Nester Einzel­pflanzen/sehr kleine Ziel­bereiche
Grundlage Standard­applikation Kartierungs­daten/Spot­karte Sensor-, kamera­basierte Echt­zeit­erkennung oder hoch­auflösende Spot­karten
Mittel­einsatz flächig reduziert maximal gezielt
Technische Voraus­setzungen Basis-GPS, Standard­terminal RTK, SectionControl, Karten­verarbeitung RTK, Sensorik oder hoch­auflösende Ansteuerung einzelner Düsen
Einsatz homogener Befall Problem­zonen/Nester Einzel­unkräuter
Zielsetzung sichere Flächen­behandlung gezielte Reduktion der behandelten Fläche maximale Präzision

PatchSpraying in der Praxis: Disteln in Zuckerrüben

Für viele Betriebe beginnt der Einstieg in PatchSpraying mit klar abgrenzbaren Problemstellen, wie beispielsweise Disteln in Zuckerrüben. Im Praxisgespräch schildert Landwirtin Barbara Steinberger ihre ersten Erfahrungen und berichtet offen über anfängliche Unsicherheiten, den Umgang mit Testkarten und die Vorbereitung der Technik. Ihre wichtigste Erkenntnis: Viele Betriebe bringen die technischen Voraussetzungen bereits mit – entscheidend ist, sich frühzeitig mit dem Prozess auseinanderzusetzen und die ersten Schritte einfach auszuprobieren.

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Vom Feld bis zur Applikation

Beim Offline-Verfahren wird die Fläche zunächst kartiert. Anschließend werden die Daten ausge­wertet und als Applikations­karte bereit­gestellt. Die Karte wird auf das Terminal geladen und im Feld abge­arbeitet. Die eigentliche Heraus­forderung liegt häufig nicht in der Applikation selbst, sondern darin, die gesamte Prozess­kette vor dem ersten Einsatz kennen­zulernen und vorzubereiten.

Mit einer Beispielkarte lässt sich bereits vor der Saison prüfen, ob Terminal, Spritze und Karten­format zuverlässig zusammen­spielen. So wird früh­zeitig sichtbar, ob die Karte korrekt geladen wird, notwendige Frei­schaltungen vorhanden sind und die Teil­breiten wie vorgesehen schalten. Die ersten Tests können dabei problem­los mit Wasser durch­geführt werden. Wer die gesamte Prozess­kette vorab über­prüft, schafft Sicher­heit für den späteren Einsatz im Feld.

Schritt Was passiert? Worauf kommt es an?
1. Fläche anlegen Schlag­grenzen und Anwendung definieren korrekte Feld­grenzen
2. Kartierung Kartierungs­daten werden erhoben passender Zeitpunkt, Geo­referenzierung
3. Auswertung Ziel­unkräuter werden erkannt passende Kultur-Zielunkraut-Kombination
4. Karte erstellen Patches oder Spots werden festgelegt passendes Karten­format
5. Applikation Karte wird abgearbeitet RTK, Geometrie, SectionControl und Schalt­zeiten prüfen

Warum das Terminal oft der Knackpunkt ist

Viele Betriebe verfügen bereits über eine geeignete Pflanzen­schutz­spritze. Entscheidend ist jedoch, dass Terminal, Karten­format und Maschine zuverlässig zusammen­spielen. Im Gespräch erklären Dr. Robin Mink von SAM-DIMENSION und Andreas Bürle von HORSCH LEEB, warum Testkarten dabei eine wichtige Rolle spielen und worauf Betriebe bei der Vorbereitung achten sollten. So lassen sich mögliche Stolper­steine frühzeitig erkennen und die ersten Anwendungen mit mehr Sicherheit umsetzen.

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PatchSpraying gemeinsam weiterdenken

Teilflächen­spezifischer Pflanzen­schutz funktioniert dann besonders zuver­lässig, wenn Kartierung, Applikations­karte und Feld­spritze optimal zusammen­spielen. Deshalb arbeiten HORSCH und SAM-DIMENSION ab sofort eng zusammen, um SpotSpraying und PatchSpraying Lösungen praxis­gerecht weiter­zuentwickeln und die Anwendung im Betrieb möglichst einfach zu gestalten.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Kartierungs­techno­logie von SAM-DIMENSION sowie die zuver­lässige Verarbeitung der Applikations­karten auf HORSCH Feld­spritzen und Terminals. So entsteht ein durch­gängiger Prozess – von der Drohne bis zur Düse.

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Häufige Fragen zu PatchSpraying und SpotSpraying

Was ist PatchSpraying?

PatchSpraying ist eine teil­flächen­spezifische Applikation, bei der Pflanzen­schutz­mittel nur auf definierten Bereichen eines Feldes aus­gebracht werden. Diese Bereiche sind größer als klassische Spots und orientieren sich häufig an der Teil­breiten­schaltung der Spritze.

Was ist der Unterschied zwischen PatchSpraying und SpotSpraying?

PatchSpraying arbeitet mit größeren Behandlungs­flächen im Meter­bereich. SpotSpraying arbeitet feiner, häufig im Bereich einzelner Pflanzen oder sehr kleiner Spots. Der Unterschied liegt vor allem in der Auflösung und der dafür benötigten Technik.

Was sind die Vorteile von PatchSpraying bzw. SpotSpraying?

Durch die gezielte Behandlung einzelner Teil­flächen können Pflanzen­schutz­mittel dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich benötigt werden. Die Kartierung schafft zusätzliche Transparenz, indem sie Problem­stellen sicht­bar macht, die während der Überfahrt nicht immer eindeutig erkennbar sind. Gleich­zeitig ermöglicht das Offline-Verfahren eine bessere Vorbereitung der Anwendung, da die zu behandelnde Fläche bereits im Vorfeld abgeschätzt werden kann. Viele Betriebe können dabei mit ihrer vorhandenen Technik starten.

Kann ich PatchSpraying mit meiner vorhandenen Spritze nutzen?

Ja, wenn die Spritze ISOBUS-fähig ist und SectionControl beziehungs­weise eine automatische Teil­breiten­schaltung unterstützt. Zusätzlich muss das Terminal die entsprechenden Karten verarbeiten können.

Brauche ich RTK?

Für eine möglichst präzise Umsetzung von PatchSpraying wird RTK empfohlen. Eine genaue Positionierung unterstützt die zuverlässige Umsetzung der Applikations­karten und hilft dabei, die Behandlung an der vorgesehenen Stelle durchzuführen.

Muss ich eine neue Pflanzenschutzspritze kaufen?

Nicht zwingend. PatchSpraying kann ein Einstieg mit vorhandener Technik sein. Entscheidend sind SectionControl, Terminal, Karten­format und Software­stand.

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Häufige Probleme sind nicht getestete Karten, fehlende Frei­schaltungen, falsche Karten­formate oder ungenaue Einstellungen bei GPS, Geometrie und Schalt­zeiten.

Wann sollte ich mit der Vorbereitung starten?

Am besten deutlich vor der Saison. Testkarte, Terminal­prüfung und Schalt­verhalten lassen sich auch mit Wasser testen. So entsteht Sicher­heit, bevor Pflanzen­schutz­mittel im Einsatz sind.