Pflanzenschutz zwischen Freizeitnutzung und engen Einsatzfenstern

Neu-Anspach im Taunus ist kein typisches Acker­bau­gebiet. Viele kleine Schläge, kupiertes Gelände und ein hoher Grün­land­anteil prägen die Region. Gleich­zeitig liegt Frankfurt nur etwa dreißig Kilometer entfernt – das bringt entsprechenden Freizeit- und Tourismus­druck auf die Feldwege. Mitten­drin bewirt­schaftet Christian seinen Futter­bau­betrieb: rund 150 ha, zur Hälfte Ackerbau, zur Hälfte Grünland – ergänzend dazu führt er ein Lohn­unternehmen. Heute betreut er vor allem Pferde­betriebe, kauft Stroh in klassischen Acker­bau­regionen zu und veredelt es vor Ort zu Pellets.

Effizienz statt Ertrags­spitzen

Das Lohn­unternehmen von Christian deckt von der Aussaat bis zur Ernte nahezu alle Arbeits­schritte ab und übernimmt für andere Betriebe zunehmend auch die Komplett­bewirt­schaftung. Das Mittel­gebirge ist jedoch keine klassische Acker­bau­region. Effizienz wird bei ihm zum zentralen wirt­schaftlichen Faktor. „Wir kommen hier nicht an die Ertrags­spitzen ran. Deswegen müssen wir in den Arbeits­erledigungs­kosten möglichst im günstigeren Level unterwegs sein.“

Christian legt viel Wert darauf, sich technisch führend aufzu­stellen – nicht zuletzt, weil er als Lohn­unternehmer tätig ist. „Eine gebrauchte Alttechnik – das kann sich mein Kunde theoretisch auch leisten. Dafür braucht er keinen Lohn­unternehmer.“ Bereits seit rund zehn Jahren setzt der Betrieb auf GPS, SectionControl und präzise Applikations­systeme. Dieser Fokus steigert nicht nur die Effizienz, sondern schafft auch zusätzlichen Handlungs­spiel­raum bei der Einsatz­planung.

Warum die Leeb CS in den Taunus passt

Gerade im Pflanzen­schutz spielt diese Plan­barkeit eine wichtige Rolle. Am Wochenende sind auf den Feld­wegen häufig Spazier­gänger, Rad­fahrer und Reiter unterwegs. Christian versucht daher, sensible Maßnahmen wie Spritzen oder Düngen bevorzugt so zu legen, dass Konflikt­potenziale zwischen landwirt­schaft­lichem Betrieb und Freizeit­nutzung möglichst vermieden werden. Dafür braucht es neben präziser Applikation vor allem Schlag­kraft: Wenn die Bedingungen passen, müssen Flächen zügig erledigt werden. Moderne Technik hilft ihm dabei, Einsätze besser zu bündeln und vielfach auf die Woche zu verlagern.

Bei der letzten Investition im Pflanzen­schutz stand die Grund­satz­frage im Raum: Anhänge­spritze oder Anbau­spritze? Für die klein­teilige Struktur des Taunus entschied sich Christian bewusst für eine Anbau­spritze – die HORSCH Leeb CS. Wendigkeit, kleine Felder und enge Feld­zugänge sprechen für dieses System. Entscheidend war für Christian jedoch die Gestänge­führung: „Andere Fabrikate können auch spritzen, aber die Kunst, ein Gestänge so ruhig im angebauten Zustand hinter dem Schlepper herzufahren, das geht aus meiner Sicht nur mit einer Leeb.“

BoomControl Pro und 25-cm-Düsenteilung in der Praxis

In kupiertem Gelände und auf unruhigen Flächen muss sich das Gestänge schnell anpassen, ohne aufzu­schaukeln. Deshalb entschied sich Christian für BoomControl Pro. „Ich merke es gerade am Vorgewende: Da liegt das Gestänge durch BoomControl wie ein Brett. Ich fahre am Vorgewende jetzt Geschwindig­keiten, die ich früher auf den normalen Fahr­gassen gefahren bin.“ Das erhöht unmittelbar die Schlagkraft – ein entscheidender Vorteil bei knappen Applikations­fenstern.

Die 25-cm-Düsenteilung erweitert zusätzlich die Einsatz­flexibilität. Unterschied­liche Arbeits­geschwindig­keiten, variierende Boden­bearbeitungs­qualitäten beim Lohn­kunden sowie Aufwand­mengen von 200 bis 500 l pro Hektar lassen sich abbilden, ohne umzurüsten. Zeit in der Saison wird dadurch direkt in Flächen­leistung umgewandelt.

Ein weiterer Vorteil liegt für Christian in der Abdrift­minderung. Der geringere Ziel­abstand führt zu einer saubereren Ablage, was sich auch im direkten Feld­vergleich zeigt: „Man sieht es auch sehr schön von weitem, wenn auf dem Nachbar­feld ein Berufs­kollege mit einem anderen Fabrikat fährt. Da kann man Abdrift­unterschiede schon mit dem bloßen Auge erkennen. Dadurch, dass wir niedriger sind, ist das einfach gigantisch.“

Wenn der Betriebsleiter wieder selbst Spritze fährt

Trotz vollem Termin­kalender und Ehren­amt ist Christian wieder häufiger selbst mit der Spritze unterwegs. Augen­zwinkernd formuliert er: „Seitdem ich Leeb CS fahre, fahre ich wieder selber Spritze.“ Für ihn ergibt sich ein stimmiges Gesamt­bild: eine wendige Anbau­spritze, die in der klein­strukturierten Mittel­gebirgs­region funktioniert, dazu hohe Gestänge­stabilität, flexible Aufwand­mengen, weniger Abdrift und eine spürbar gesteigerte Schlag­kraft. So lassen sich Pflanzen­schutz­maßnahmen effizient umsetzen – auch unter den besonderen Rahmen­bedingungen einer Region mit hohem Freizeit­druck.